Zuhause leben im Alter.info

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Einzigartiges Projekt vereint alle Hilfsangebote im Netz

VON HEIDI MEIER / Hertener Allgemeine 10.2.2014

 

Sie suchen Unterstützung für zu Hause, weil sich die Selbstständigkeit Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder Ihres Partners verschlechtert hat ? Sie wollen wissen, welche Angebote für Demenzkranke es in Ihrer Umgebung gibt ? Oder suchen Sie einen Treffpunkt für Menschen im Seniorenalter ? - Die InternetseiteZuhause leben im Alter.info" hilft Ihnen ab sofort - unkompliziert und trägerunabhängig im ganzen Kreis Recklinghausen.

www.zuhause-leben-im-alter.info/willkommen >

Vorbei sind damit die Zeiten, in denen man auf der Suche nach dem richtigen Angebot zig verschiedene Träger abklappern musste. Auf den neuen Internetseiten sind alle Angebote von

* Arbeiterwohlfahrt,

* Diakonischem Werk Recklinghausen,

* Caritas und

* katholischer Lukasgesellschaft (Castrop-Rauxel) vereint.

Seit 2001 schon sind diese Verbände unter Regie des Kreises dabei, sich zu vernetzen und ihre Hilfsangebote, die ein Leben im Alter in den eigenen vier Wänden sichern sollen, zu koordinieren. Ein äußerst praktisches, nützliches und nötiges Ergebnis ist nun diese Internetseite, die abseits aller Eitelkeitep alle Angebote gleichberechtigt neben-einanderstellt, die Auswahl dem Nutzer überlasst und vor allem eines ist: Wegweiser.

„Die Zahl der Menschen, die zu Hause gepflegt werden, wird weiter steigen. Die Pflege wird sich dabei immer mehr auf die Familie konzentrieren. Gleichzeitig sind die Familienstrukturen aber viel fragiler als früher", erläuterte Matthias Müller, Geschäftsführer der Caritas in Herten, den gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem die Hilfs-angebote für ein Leben zu Hause immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. Und damit auch die Vernetzung der Träger.

Immerhin 75000 Menschen im Kreis Recklinghausen, so die Schät-zungen, werden 2025 über 75 Jahre alt sein, 48000 über 80. Mit Ihnen wird auch die Zahl der Hilfs- und / oder Pflegebedürftigen steigen. Derzeit sind es 23 000 im Kreis. Der überwiegende Teil, nämlich 17 000, lebt zu Hause. Für sie und ihre Angehörigen, soll „Zuhause leben im Alter" die erste Adresse werden - eine Marke quasi, die einem einfällt wie die der berühmten Papiertaschentücher, wenn im Alter oder fürs Alter Unterstützung, Beratung, Hilfe oder auch Kontakt gesucht wird. „Zuhause leben im Alter" sichert gleichzeitig Qualität. Denn: Alle beteiligten Träger haben sich vertraglich verpflichtet, ihre Mitarbeiter fachlich auf dem neuesten Stand zu halten.

Auf dem neuesten Stand, so die Verpflichtung, soll natürlich auch die Internetseite ständig sein. Ebenso Broschüren und Flyer, die demnächst unter dem gleichen Namen folgen sollen. Bleibt noch zu erwähnen, dass der Kreis dieses Projekt mit knapp 10 000 Euro ermöglicht hat. Schließlich will so eine Seite aufgebaut und gepflegt werden. Dass sich der Aufwand lohnt, davon sind die 30 Männer und Frauen, die das Netzwerk der Verbände beleben, überzeugt. Matthias Müller: „In Deutschland ist dieses Angebot einmalig."